Feuerwehrmuseum

Museum08Die Idee, ein kleines Feuerwehrmuseum zu haben, schwebte nach der Wende wahrscheinlich schon länger. Doch so richtig hatte daran wohl keiner mehr geglaubt. Aber es kam das Jahr 1993, wo Nägel mit Köpfen gemacht werden sollten. In unmittelbarem Zusammenhang liefen auch die Vorbereitungsarbeiten für das 130-jährige Jubiläum der Wehr. Im Gerätehaus gab es zu diesem Zeitpunkt zwei ungenutzte Räume. Diese wurden in stundenlanger Arbeit von den Kameradinnen und Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung hergerichtet. In über 800 gezählten Stunden entstanden die ersten zwei Museumsräume. Dort waren Dokumente und kleinere Gerätschaften von der Zeit der Gründung bis zum heutigen Tag für interessierte Bürger ausgestellt.

Museum03Die feierliche Schlüsselübergabe erfolgte anlässlich der Festsitzung zum 130-jährigen Wehrjubiläum am 08.04.1994. Als erste Gäste konnten an diesem Wochenende der damalige Landrat, Herr Volker Stange, und der damalige Bürgermeister, Herr Heinicke begrüßt werden.

Der erste Schritt war getan. Doch ein neues Problem tat sich auf. Die Wehr hatte in früheren Zeiten mehrere im Ort verstreute Gerätehäuser. Es galt nun abzuwägen, welche von diesen noch benötigt wurden. Hierbei stand plötzlich die Frage: „Wohin mit der Alttechnik ?“. Nach einigem hin und her wurde eine gute und letzlich auch einfache Lösung gefunden. Auf dem Hof, auf welchem sich auch das Gerätehaus befindet, war ein ehemaliger Lagerraum einer Wohnungsverwaltung frei geworden. Man einigte sich recht schnell und so standen uns plötzlich über 100 m² neue Ausstellungsfläche für die fahrbare Alttechnik zur Verfügung.

Museum01Wieder wurden gezählte und ungezählte Stunden investiert, um einen ansehnlichen Ausstellungsraum zu gestalten. So konnten viele einheimische, aber auch weit gereiste Besucher die zahlreichen kleinen und großen Ausstellungsstücke besichtigen und den Erklärungen unserer Alterskameraden lauschen. Im Jahr 2005 trat leider erneut ein Problem auf. Das Gebäude wo die Alt-Großtechnik untergebracht war sollte verkauft werden. Glücklicherweise stellte uns die Stadtverwaltung ungenutzte Räumlichkeiten zur Verfügung. Diese bedurften wieder umfangreicher Renovierungsarbeiten. Unsere Alterskameraden haben inzwischen die neuen Räume in unzähligen Stunden ehrenamtlicher Arbeit wieder hergerichtet und somit erneut eine interessante und umfangreiche Ausstellung der alten Technik gestaltet. Die Museumsräume im Gerätehaus waren nach wie vor auf Anfrage zu besichtigen. Bis Ende 2006.

Im Zuge der Rekonstruktion des Gerätehauses wurden die bisher als Museum genutzten Räume komplett neu gestaltet. In dem Zusammenhang war aber auch eine andere Nutzung vorgesehen. Aus zwei Museumsräumen und dem ehemaligen Wehrleiterzimmer wurde ein einziger großer Kommunikations und Beratungsraum. Doch nichts lag näher, als diesen Raum auch weiterhin zur Aufbewahrung und vor allem Ausstellung historischer Dokumente des Ebersbacher Feuerlöschwesens mit zu nutzen.

Museum02Und wieder waren es unsere Alterskameraden, die mit großen Engagement und Fleiß aus einem eher schlicht gestalteten Funktionsraum ein kleines Prachtstück gestalteten. Heute können Besucher unserer Feurewehr wieder eine sehr umfangreiche Sammlung historischer Ausrüstungsgegenstände und Dokumente besichtigen. Darunter alte Handdruckspritzen und Schlauchwagen, Tragkraftspritzen und Leiter, Feuerlöscher, Uniformen, wasserführender Armaturen und vieles mehr.Trotz dieser vielfältigen bereits vorhandenen Ausstellungsstücke sind wir ständig bemüht, die Ausstellung weiter zu ergänzen und zu aktuallisieren. Von Bürgern und Freunden der Feuerwehr sowie der benachbarten Wehren kommen immer wieder neue Raritäten dazu, auch wenn es vielfach nur Leihgaben sind.

Museum05Einen ganz besonderen Grund zur Freude gab es am 27. Oktober 2008. An diesem Tag kehrte eine historische Taschenuhr nach Ebersbach/Sa. zurück, welche 1927 einem Ebersbacher Feuerwehrkameraden anlässlich 30 Jahre treuer Dienste vom Stadtrat als Ehrengeschenk überreicht wurde. Diese Uhr gelangte auf verschlungenen Pfaden in die Stadt Ahlen.Die Ahlener Kameraden, welche dieses Jahr ihr 125-jähriges Jubiläum begingen, beschlossen, dass diese Uhr wieder nach Ebersbach zurückkehren soll. Dafür gebührt ihnen unser großer Dank. Anlässlich der Übergabe der Uhr erschien im Ebersbacher Mitteilungsblatt vom Dezember 2008 folgender Artikel:

Ehrengeschenk aus dem Jahre 1927 wieder in der Heimat angekommen

Seit längerer Zeit bestand telefonischer Kontakt nach Westfalen zur Feuerwehr in Ahlen. Diese Wehr beging in diesem Jahr ihr 125 jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass übergab der dortig ansässige Uhrmachermeister Herwig der Wehr eine alte Taschenuhr mit Gravur aus dem Jahre 1927. Diese Gravur verweist auf ein Ehrengeschenk für 30 Jahre treue Dienste in der Feuerwehr Ebersbach/Sa., welches zur damaligen Zeit vom Stadtrat gestiftet wurde. Dieses gute Stück wurde irgendwann mal zum Uhrmacher zur Reparatur gebracht und nie mehr abgeholt. Das Jubiläum der Feuerwehr wurde zum Anlass genommen, die Uhr zu restaurieren und funktionstüchtig zu übergeben.

uhr1Der Initiative der Wehr ist es nun zu verdanken, dass der Kontakt nach Ebersbach/Sa. gesucht wurde, um dieses historische Stück an den Ort des Ursprunges zurückzuführen. Der stellvertretende Wehrführer, Herr Oberstadtbrandinspektor Bernhard Chilinski, hatte im Oktober beruflich in Dresden zu tun. Dies war nun die Gelegenheit über eine relativ kurze Wegstrecke  die Uhr nach Ebersbach/Sa. zu bringen. Am 27.10.2008 klingelte wieder das Telefon und es wurde der Besuch angekündigt, sowie die Übergabe vollzogen. Unser Museum hat somit wieder eine Rarität mehr im Bestand. 

Wir möchten uns auf diesem Weg noch einmal herzlichst bei den Kollegen und Kameraden, sowie beim Uhrmachermeister Herwig, aus Ahlen bedanken. Sollten die Wege mal wieder in unsere schöne Heimat, die Oberlausitz, führen, dann kommt einfach rein und seid uns herzlich willkommen.uhr2

Weiteres über die Stadt Ahlen und deren Feuerwehr können Sie unter www.feuerwehrahlen.de erfahren.

Haben auch Sie noch Gegenstände die in früheren Zeiten dem Feuerlöschwesen gedient haben könnten, wissen aber nicht wirklich was Sie da beim Räumen auf dem Dachboden gefunden haben? Fragen Sie uns doch einfach mal! Unsere Alterskameraden kennen sich mit diesen Dingen sicher bestens aus. Natürlich sind wir auch über jede Leihgabe froh, die wir in unser Museum (gern auch nur zeitweise) integrieren können.

Museum07Es macht uns allen Spaß an der Gestaltung des Museums mitzuwirken, zumal die Kameradinnen und Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung eine schöne und nützliche Aufgabe gefunden haben und somit auch durch die Mitglieder dieser Abteilung eine gute Kameradschaftspflege betrieben werden kann. Unsere Meinung zum Museum: „Absolut gelungen. Ein Besuch lohnt sich immer.“ (Und das ist nicht nur unsere Meinung…)

Interessenten können gerne einen Besuchstermin mit dem Leiter der Alters- und Ehrenabteilung Kam. Dieter Krahl ( Tel. 01578/5273183) oder unserem Ortswehrleiter Kam. Uwe Nikodem (Tel. 0174/3094662)  vereinbaren. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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